Gynäkologische Leistungen. Verständlich eingeordnet.

Unsere Leistungen
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Gynäkologische Vorsorge und Krebsfrüherkennung
Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen können helfen, bestimmte Krebserkrankungen und ihre Vorstufen frühzeitig zu erkennen. Wir besprechen Ihre gesundheitliche Vorgeschichte und führen die Untersuchungen durch, die nach den geltenden Richtlinien für Sie vorgesehen sind. Dabei ist auch Raum für Fragen zu Ihrem Zyklus, zu Veränderungen Ihres Körpers und zu familiären Erkrankungen.
Welche Untersuchungen vorgesehen sind
Für die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird Frauen von 20 bis 34 Jahren jährlich ein Pap-Abstrich angeboten. Ab 35 Jahren ist im regulären Programm alle drei Jahre eine Kombination aus Pap-Abstrich und HPV-Test vorgesehen. Die jährliche klinische gynäkologische Früherkennungsuntersuchung ist davon unabhängig sinnvoll. Bei auffälligen Befunden können andere Untersuchungsabstände erforderlich sein.
Beschwerden unabhängig von der Vorsorge abklären
Neue Blutungen, Schmerzen oder Veränderungen an der Brust sollten Sie unabhängig vom nächsten Vorsorgetermin ansprechen. Bringen Sie vorhandene Befunde und eine aktuelle Medikamentenliste mit, damit wir Ihre Situation einordnen können.
Brustultraschall zur Abklärung von Veränderungen
Mit dem Brustultraschall, auch Mammasonografie genannt, untersuchen wir das Brustgewebe mithilfe von Schallwellen. Die Untersuchung kommt ohne Röntgenstrahlung aus und kann beispielsweise bei einem tastbaren Knoten oder einem auffälligen Vorbefund zur weiteren Abklärung beitragen.
Was sich im Ultraschall beurteilen lässt
Ultraschall kann helfen, flüssigkeitsgefüllte Zysten von festen Gewebeveränderungen zu unterscheiden. Je nach Fragestellung werden auch die Lymphknoten in den Achselhöhlen beurteilt. Besonders bei dichtem Brustgewebe kann die Untersuchung andere bildgebende Verfahren ergänzen.
Wie wir den Befund einordnen
Ein Ultraschallbefund allein kann eine Krebserkrankung nicht sicher ausschließen. Bei auffälligen Veränderungen können weitere Untersuchungen, eine Verlaufskontrolle oder eine Gewebeprobe erforderlich sein. Der Brustultraschall ersetzt eine empfohlene Mammografie nicht.
Ob die Untersuchung als Kassenleistung erfolgt oder als zusätzliche Selbstzahlerleistung infrage kommt, hängt vom Untersuchungsanlass ab. Wir erläutern Ihnen dies vorab. Bringen Sie vorhandene Mammografie- und Ultraschallbefunde zum Termin mit.
Verhütung passend zu Ihrer Lebenssituation
Welche Verhütungsmethode zu Ihnen passt, hängt von Ihren Wünschen, Ihrer Gesundheit und Ihrem Alltag ab. Wir beraten Sie zu hormonellen und hormonfreien Möglichkeiten und besprechen Anwendung, Zuverlässigkeit, mögliche Nebenwirkungen und Kosten.
Hormonelle und hormonfreie Möglichkeiten
Zur Beratung gehören unter anderem Pille, Verhütungsring, Hormonspirale, Kupferspirale und Hormonstäbchen. Auch Fragen zu Kondomen, natürlichen Methoden oder einer dauerhaften Verhütung können Sie mit uns besprechen. Dabei berücksichtigen wir beispielsweise Vorerkrankungen, Medikamente, bisherige Erfahrungen und einen späteren Kinderwunsch.
Spirale und Hormonstäbchen
In unserer Praxis bieten wir die Einlage von Hormon- und Kupferspiralen sowie von Hormonstäbchen an. Vor dem Eingriff klären wir, ob die gewählte Methode für Sie geeignet ist. Wir erläutern den Ablauf, mögliche Risiken, die Kosten und die erforderlichen Kontrollen. Die Anwendungsdauer richtet sich nach dem jeweiligen Präparat oder Modell.
Bringen Sie zum Gespräch eine aktuelle Medikamentenliste mit. Wenn Sie bereits verhüten, ist auch der Name Ihres Präparats oder der Einlagepass hilfreich.
Beratung bei Wechseljahresbeschwerden
Hitzewallungen, Schlafprobleme, Veränderungen der Monatsblutung oder Trockenheit im Intimbereich können in den Wechseljahren auftreten. Wie stark sie belasten, ist von Frau zu Frau verschieden. Wir besprechen mit Ihnen, welche Beschwerden bestehen und welche Unterstützung Sie sich wünschen.
Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten besprechen
Am Anfang stehen das Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und eine Untersuchung nach Bedarf. Nicht jede Veränderung ist hormonell bedingt. Welche weitere Diagnostik sinnvoll ist, entscheiden wir anhand Ihrer Situation.
Wir beraten Sie zu Möglichkeiten, Beschwerden zu lindern, und insbesondere zu Fragen der Hormonanwendung. Wenn eine Hormonbehandlung infrage kommt, wägen wir den zu erwartenden Nutzen, persönliche Risiken und Alternativen gemeinsam ab. Auch eine bereits bestehende Behandlung können wir mit Ihnen überprüfen.
Notieren Sie vor dem Termin, welche Beschwerden Sie im Alltag besonders beeinträchtigen und welche Medikamente Sie einnehmen.
Gynäkologische Tumornachsorge
Nach der Behandlung einer gynäkologischen Tumorerkrankung begleiten wir Sie in der Nachsorge. Welche Kontrollen anstehen, richtet sich nach der Erkrankung, der bisherigen Therapie und den Empfehlungen der mitbehandelnden Fachstellen.
Kontrollen und Beschwerden gemeinsam einordnen
Bei den Nachsorgeterminen besprechen wir Ihr Befinden und führen die vorgesehenen Untersuchungen durch. Dabei können Sie auch Beschwerden infolge der Behandlung und Fragen zum weiteren Verlauf ansprechen. Erforderliche nächste Schritte stimmen wir anhand Ihrer Befunde ab.
Bitte bringen Sie zum ersten Termin vorhandene Arztbriefe, Operations- und Behandlungsberichte sowie einen aktuellen Medikamentenplan mit. So können wir an Ihre bisherige Betreuung anschließen.
Wenn neue oder zunehmende Beschwerden auftreten, melden Sie sich bitte unabhängig vom nächsten vereinbarten Nachsorgetermin.
Kinderwunsch und Basisdiagnostik
Wenn eine gewünschte Schwangerschaft ausbleibt, möchten viele Paare wissen, welche Ursachen infrage kommen und wie es weitergeht. In unserer Praxis bieten wir eine erste Abklärung sowie eine Basisdiagnostik und Basisbehandlung bei unerfülltem Kinderwunsch an.
Die Ausgangssituation verstehen
Wir besprechen unter anderem Ihren Zyklus, die bisherige Dauer des Kinderwunsches, frühere Schwangerschaften, Erkrankungen und Medikamente. Welche Untersuchungen folgen, hängt von diesen Angaben und den vorhandenen Befunden ab. Da die Ursachen beide Partner betreffen können, wird auch eine entsprechende Abklärung des Partners berücksichtigt.
Die nächsten Schritte planen
Wir erläutern die Ergebnisse und besprechen, welche Behandlung in unserer Praxis möglich ist. Wenn eine spezialisierte Diagnostik oder Behandlung erforderlich ist, beraten wir Sie zum weiteren Vorgehen und zur Vorstellung in einer geeigneten Fachstelle.
Vorhandene Befunde und Aufzeichnungen zu Ihrem Zyklus helfen bei der Vorbereitung des Gesprächs.
Hilfe bei Blasenschwäche und Senkungsbeschwerden
Ungewollter Urinverlust, ein Druckgefühl im Becken oder ein Fremdkörpergefühl in der Scheide können den Alltag beeinträchtigen. Sie können diese Beschwerden in unserer Praxis vertraulich ansprechen. Wir bieten Beratung und nichtoperative Behandlung bei Blasenschwäche und Senkungsbeschwerden an.
Beschwerden gezielt abklären
Für die Einordnung ist wichtig, seit wann die Beschwerden bestehen und in welchen Situationen sie auftreten. Auch frühere Geburten, Operationen, Medikamente und Begleiterkrankungen können eine Rolle spielen. Auf dieser Grundlage planen wir die Untersuchung und gegebenenfalls weitere Diagnostik.
Eine passende Behandlung finden
Gemeinsam besprechen wir, welche nichtoperativen Maßnahmen für Sie infrage kommen. Wenn weiterführende Untersuchungen oder eine operative Behandlung nötig erscheinen, beraten wir Sie zur Vorstellung bei einer entsprechend spezialisierten Stelle.
Hilfreich ist, wenn Sie vor dem Termin typische Auslöser und die Häufigkeit Ihrer Beschwerden notieren.
Impfberatung und Impfungen
Wir beraten Sie zu Standardimpfungen und führen Impfungen in unserer Praxis durch. Anhand Ihres Impfausweises prüfen wir, welche Impfungen dokumentiert sind und ob Auffrischungen oder Ergänzungen anstehen.
Den Impfstatus zur Lebenssituation passend prüfen
Die Beratung richtet sich nach den jeweils aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und Ihrer persönlichen Situation. Ein Kinderwunsch oder eine bestehende Schwangerschaft kann für die Auswahl und den Zeitpunkt einer Impfung wichtig sein. Sprechen Sie uns deshalb möglichst schon vor einer geplanten Schwangerschaft auf Ihren Impfstatus an.
Unterlagen
Bitte bringen Sie Ihren Impfausweis mit und informieren Sie uns über relevante Erkrankungen, Medikamente und frühere Impfreaktionen. Ob eine bestimmte Impfung bei uns durchgeführt werden kann und welche Kostenregelung gilt, klären wir bei der Terminvereinbarung beziehungsweise im Beratungsgespräch.
Zusätzliche Untersuchungen in der Gynäkologie
Einige Untersuchungen gehören ohne einen konkreten medizinischen Anlass nicht zum regulären Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie können als individuelle Gesundheitsleistungen, kurz IGeL, angeboten werden. Wir erläutern Ihnen vor einer Entscheidung den Zweck der Untersuchung, ihre Grenzen, mögliche Nachteile und die Kosten.
Ultraschall von Gebärmutter und Eierstöcken
Mit einer Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens lassen sich Gebärmutter und Eierstöcke genauer darstellen. Bei Beschwerden oder auffälligen Befunden kann dies zur Abklärung beitragen. Als allgemeine Früherkennung von Eierstockkrebs bei beschwerdefreien Frauen ist eine Senkung der Sterblichkeit durch Ultraschall nicht nachgewiesen. Fehlalarme können unnötige Folgeuntersuchungen und Eingriffe auslösen. Diese Grenzen gehören deshalb zur Beratung.
Dünnschichtzytologie
Bei der Dünnschichtzytologie werden die Zellen eines Gebärmutterhalsabstrichs im Labor anders aufbereitet als beim herkömmlichen Pap-Abstrich. Die Methode kann helfen, Zellüberlagerungen zu vermeiden. Ob sie in Ihrem Fall eingesetzt wird und ob dafür überhaupt eine gesonderte Zahlung anfällt, klären wir vorab. Eine pauschal bessere Krebsfrüherkennung lässt sich daraus nicht ableiten.
Brustultraschall als Zusatzuntersuchung
Ein Brustultraschall kann je nach Untersuchungsanlass eine Kassen- oder Selbstzahlerleistung sein. Welche Fragestellung die Untersuchung beantworten kann und welche Grenzen sie hat, erklären wir im Abschnitt Brustultraschall und im persönlichen Gespräch.
Zyklusbeschwerden und Blutungsstörungen
Eine ungewöhnlich starke oder unregelmäßige Monatsblutung, Zwischenblutungen oder Veränderungen Ihres gewohnten Zyklus können unterschiedliche Ursachen haben. Wir besprechen mit Ihnen, seit wann die Veränderungen bestehen und ob weitere Beschwerden hinzugekommen sind.
Ursachen klären und Behandlung abwägen
Welche Untersuchungen sinnvoll sind, hängt unter anderem von Ihrem Alter, Ihrer Vorgeschichte, der Verhütung und einem möglichen Kinderwunsch ab. Bei entsprechender Ursache kann eine hormonelle Behandlung infrage kommen. Wir erläutern Ihnen die Möglichkeiten und besprechen, welche Behandlung zu Ihrer Situation passt.
Notieren Sie möglichst, wann die Blutungen auftreten, wie lange sie dauern und wie stark sie sind. Auch Angaben zu Schmerzen, Ihrer Verhütungsmethode und eingenommenen Medikamenten helfen bei der Einordnung.